Editorial

Prof. Dr. Wulf Köpke
Direktor des Museums für Völkerkunde Hamburg

Auch in diesem Jahr schaut die Hafenstadt Hamburg wieder mit leichtem Neid auf Berlin: Hier finden wieder die großartigen und informativen Asien Pazifik Tage statt.

Ein klein wenig können die Hamburger diesmal vom Berliner Glanz profitieren: Die Galerie KIT lädt in einer Nachschau in Hamburg ab 22. September 2011 dazu ein, die Werke koreanischer und deutscher Künstler zu betrachten, die zuvor in Berlin zu sehen waren. Es ist schön, dass es dieser engagierten Galerie trotz des notorisch knappen Kulturhaushaltshalts der Hansestadt gelungen ist, die Ausstellung
„Koreanisches Kulturfestival, Kunst zum Träumen“ nach Hamburg zu holen.

Sie zeigt Meisterwerke der zeitgenössischen Kalligraphie, einer der zentralen Formen der ostasiatischen Kunst tradition und ihre Rezeption durch deutsche Künstler.

In Hamburg hat Korea schon seit längerem tiefreichende Wurzeln geschlagen. Daran hat nicht zuletzt die Galerie KIT einen Anteil. Darüber hinaus besitzt das Hamburger Völkerkundemuseum die wohl europa weit beste und größte Sammlung zur Ethnographie Koreas. Seine Ausstellung 1998 zum Schamanismus Koreas gilt mittlerweile als Klassiker, eine weitere Ausstellung mit allen koreanischen Schätzen ist in Vorbereitung.

Die Übernahme der koreanisch-deutschen Ausstellung aus Berlin erfolgt rechtzeitig zum Beginn des koreanischen Kulturfestivals, welches das Museum in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft Hamburg und allen anderen koreanischen Vereinen Hamburgs vom 23. bis 26. September 2011 veranstaltet.

Wichtiges personelles Bindeglied zwischen all diesen Aktivitäten ist die koreanischen Künstlerin Young-Ja Bang-Cho. Sie hat seit mehr als 2 Jahrzehnten reiche Erfahrung mit deutsch-koreanischen Austausch projekten gesammelt und setzt sich unermüdlich und mit großem Erfolg für den Brückenschlag zwischen den Kulturen Koreas und Deutschlands ein. Und natürlich hat sie auch am Zustandekommen des gegenwärtigen Projektes einen großen Anteil.

Wir danken Berlin dafür, dass es ein wenig mit uns teilt und freuen uns alle auf die intensive Begegnung mit Korea im September in Hamburg. Und wir freuen uns natürlich darauf, Besuch aus Berlin auch die Dinge aus Korea zu zeigen, die es nur in Hamburg gibt…

 


Museum für Völkerkunde

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Das Programm der Galerie kit >>>
16.08.2010/19 Uhr >>>
5.09.2011/19 Uhr >>>    

Kunst zum Träumen - 22.09.2011/19 Uhr >>>